Weg Nr. 24
Weg Nr. 24

Naturns

Prokuluskirche Naturns

Dank der vielen neuen und modernen Tourismusbetrieben hat sich Naturns in den letzten Jahren zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Neben einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ist mit Sicherheit das St. Prokulus Kirchlein mit Museum hervorzuheben. Das kleine Kirchlein wurde im 7. Jh. n Chr. erbaut und gehört mit zu den ältesten frühchristlichen Kirchen in Südtirol.

Tausend-Stufen-Schlucht Naturns

Zwischen der Texelbahn in Partschins und der Unterstellbahn in Naturns ist neben der spektakulären Landschaft an den Südhängen der Texelgruppe noch ein weiteres kleines Abenteuer zu erleben. Die „1000-Stufen-Schlucht“. Durch Treppen aus Metall und Holz überwindet der Meraner Höhennweg diese Schlucht und führt abenteuerlich auf die andere Talseite. Mit etwas Kondition ist das zu schaffen. Zudem sind es nicht 1000 Stufen sondern nur 990.

Am Naturnser Sonnenberg, welcher auch durch den Meraner Höhenweg durchquert wird gibt es in tieferen Lagen eine steppenähnliche Vegetation. Durch die sonnenexponierte Lage kann der Meraner Höhenweg auf der Südseite relativ früh im Jahr schon bewandert werden. Tipp: Durch die vielen Sonnenstunden am Sonnenberg gedeihen am Sonnenberg oberhalb von Naturns hervorragende Weine. Zu empfehlen ist das Weingut Falkenstein. www.falkenstein.bz

Naturns ist eine etwa 12 Kilometer von Meran entfernte Marktgemeinde im Burggrafenamt. Sie übt, aufgrund ihrer Lage und ihrer Einwohnerzahl (fast 6000 Einwohner) eine Mittelpunktfunktion im Untervinschgau aus. Geografisch zählt sie zum Bezirk Vinschgau, verwaltungsmäßig ist Naturns ein Teil des Burggrafenamtes. Zu Naturns zählen die Fraktionen Staben, Tabland und Tschirland; das gesamte Gemeindegebiet erstreckt sich über 67 Quadratkilometer.

Der beliebte Tourismusort Naturns mit seinem milden Klima bewirbt sich als ‚alpin-mediterranes Wellness-Dorf’ mit 315 Sonnentagen – und versucht sich auch mit seinen Märkten zu profilieren: Geschätzt und vielbesucht ist der Wochenmarkt, der immer samstags stattfindet. Und eine ganz besondere Attraktion stellen die drei Jahresmärkte dar (‚Jörgimarkt’ im April, ‚Kirchtigmarkt’ im Oktober, Katharinamarkt’ im November).

Tipp

Gut geplant ist sicher gewandert:

Abstiegs- oder auch Zustiegsmöglichkeit zum Meraner Höhenweg.

Beginnt ihre Wanderung in Naturns so ist die ideale Einstiegsmöglichkeit (auch Abstieg) zum Meraner Höhenweg die Seilbahn Unterstell direkt an der westlichen Dorfeinfahrt von Naturns (www.unterstell.it) und ist auch zu Fuß erreichbar. Zur Talstation fahren aber auch öffentlichen Verkehrsmitteln. (www.sii.bz.it) Sollten sie mit dem eigenen Fahrzeug anfahren so ist ein großer Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Talstation .Zudem können mit einem Taxi auch der  Pirchhof oder der und Schnatzhof erreicht werden.

Weitere Tipps bekommen sie sicher auch von ihrem Gastgeber!

Neben zahlreichen Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten sowie einem umfangreichen gastronomischen Angebot bietet Naturns auch eine ganze Reihe von Kulturschätzen: Pfarrkirche St. Zeno (mit Spuren des in die vorkarolingische Zeit reichenden ersten Kirchenbaus),  Schloss Dornsberg (1217 von den Edlen von Tarant als Familienstammsitz erbaut), Schloss Hochnaturns (das Wahrzeichen Naturns), Kirche St. Nikolaus (1369 erstmals erwähnt), St. Oswald in Tschirland (mit Werken des Naturnser Barockmalers Simon Ybertracher), ‚Unsere liebe Frau in Staben’ (kleine Wallfahrtskirche aus romanischer Zeit) usw.

Das Wandergebiet Naturns erstreckt sich vom breiten Talboden ausgehend sowohl über den grünen Nörderberg im Süden als auch über die steppenartigen Hänge des Sonnenberges im Norden. Die Seilbahn Unterstell führt direkt zum am Naturnser Sonnenberg entlangführenden Meraner Höhenweg – dieser bietet sich aufgrund seiner sonnigen Lage während des ganzen Jahres für Wanderungen an, bei welchen man einen phänomenalen Fernblick sowie eine einzigartige Flora und Fauna genießen kann.

Messner Mountain Museum Juval

Die spätmittelalterliche Burg mit romanischem Kern beherbergt seit 1995 ein ‚Messner Moutain Museum’ – der Eigentümer Reinhold Messner nutzt die Burganlage in den Sommermonaten auch als Wohnsitz. Das ‚MMM Juval’ ist dem Mythos Berg gewidmet. Zu sehen sind die Abenteuer-Bibliothek und die Tibetika-Sammmlung des Extrembergsteigers – ebenso eine Bildergalerie zu den heiligen Bergen der Welt (z.B. Kailash, Fujisan, Ayers Rock usw.), eine Maskensammlung aus fünf Kontinenten u.v.m. Die anderen Standorte des Museumsprojektes, die unter dem Motto „Sechs Orte – sechs Ausstellungen – sechs Erlebnisse“ stehen, befinden sich in Bozen (‚Firmian’), zwischen Pieve di Cadore und Cortina d’Ampezzo (‚Dolomites’), in Sulden (‚Ortles’), in Bruneck (‚Ripa’) und am Kronplatz (‚Corones’).

Mehr Informationen (www.messner-moutain-museum.it)

Jugend- und Erlebnisbahnhof Naturns-Staben

Nach dem Auflassen der Vinschger Bahn 1989 schlummerte der Bahnhof Schnalsthal in einem Dornröschenschlaf. Obwohl die eigentliche Haltestelle in die Ortschaft Staben verlegt worden ist, konnte fast zeitgleich mit der Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie 2005 eine neue Attraktion geschaffen werden: der erste Jugend- und Erlebnisbahnhof Südtirols. Dieser lädt u.a. zur nostalgisch-abenteuerlichen Draisinenfahrt auf einem über 500 Meter langen stillgelegten Bahngleis ein – oder zur vergnüglichen Rundfahrt mit einer kleinen Diesel- oder Dampflok auf einem 800 Meter langen Gleisnetz. Auch zwei Postwagons der Rhätischen Bahn sind zu sehen.

Mehr Informationen (www.eisenbahn.it)

Erlebnisbad Naturns

Direkt am Fuße der Kirchbachspitze und anderer prächtiger Gipfel des Naturparks Texelgruppe liegt das Erlebnisbad Naturns. Vom Freibad kann der Blick über malerische Weingärten bis hin zum romantischen Schloss Hochnaturns schweifen. Aber auch das Hallenbad (mit Wasserrutschen und Strömungskanal) lässt einmalige Ausblicke zu: Über das großzügige Glasdach genießt man fantastische Aussichten auf den dicht bewaldeten Nörderberg. Der großzügige Sauna- und Wellnessbereich lädt dazu ein, wohltuende Stunden ohne Stress und Hektik zu verbringen.

Mehr Informationen (www.erlebnisbad-naturns.merano-suedtirol.it)

Seilbahn Naturns-Unterstell

Bereits ab 1968 führte eine Materialseilbahn über sieben Holzstützen zum Unterstell-Hof oberhalb von Naturns. Eine weitgehend sanfte und ruckfreie Fahrt ermöglichte dann ab 1979 die neu errichtete Pendelbahn. 2004 wurde schließlich mit dem Bau einer modernen Seilbahn begonnen; diese führt heute über zwei Stahlstützen in weniger als fünf Minuten von 554 Metern (Kompatsch) auf eine Höhe von 1282 Metern (Unterstell). Die zwei Kabinen fassen bis zu 25 Fahrgäste – und erlauben einen Rundumblick auf den Vinschgau sowie den Meraner Talkessel. Die Bergstation liegt am Meraner Höhenweg; sie ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Bergtouren.

Mehr Informationen (www.unterstell.it)

Kraftwerk Naturns-Kompatsch

Am Eingang des Schnalstales befindet sich direkt an der Staatsstraße ein architektonisch interessantes Beispiel zeitgenössischer Industriearchitektur: Im Auftrag der Etschwerke AG der Städte Meran und Bozen (heute: Alperia AG) wurde 1958 mit dem Bau des größten Hochdruck-Wasserkraftwerkes in Südtirol begonnen. 1963 ging die Anlage in Betrieb; sie nutzt ein Gefälle von ca. 1150 Metern ab dem Stausee Vernagt im Schnalstal. Der Stollen verläuft über 15 Kilometer entlang der orographisch linken Seite des Schnalstales bis zum Naturnser Sonnenberg – von dort fließt das Wasser in einer zwei Meter dicken und zwei Kilometer langen Druckrohrleitung ins Krafthaus, wo die Turbinen angetrieben werden.

Mehr Informationen (www.alperia.eu)

St.-Prokulus – Kirche und Museum

Prokuluskirche Naturns

Dank der vielen neuen und modernen Tourismusbetrieben hat sich Naturns in den letzten Jahren zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Neben einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ist mit Sicherheit das St. Prokulus Kirchlein mit Museum hervorzuheben. Das kleine Kirchlein wurde im 7. Jh. n Chr. erbaut und gehört mit zu den ältesten frühchristlichen Kirchen in Südtirol.

Etwas abgelegen liegt am östlichen Ortsrand von Naturns die St.-Prokulus-Kirche – diese wurde in Gedenken an den Heiligen Prokulus (Bischof von Verona) im 7. Jahrhundert erbaut. Die Kirche ist vor allem für ihre vorromanischen Fresken bekannt, die in zahlreichen wissenschaftlichen Abhandlungen beschreiben worden sind. Bei den Wandbildern handelt es sich um den vollständigsten Zyklus früher Wandmalerei in Tirol; sie zeigen Engel, Heilige und Szenen aus dem Leben des Heiligen Prokulus. Nahe der Kirche wurde 2006 ein Museum eröffnet: Dieses zeigt vor allem Fundstücke, die bei den Ausgrabungen 1985/86 entdeckt worden sind – es ist in die Themenbereiche Spätantike, Mittelalter und Pestzeit im 17. Jahrhundert gegliedert.

Mehr Informationen (www.prokulus.merano-suedtirol.it)