St. Martin i. Passeier
Weg Nr. 24
St. Martin i. Passeier
Weg Nr. 24

St. Martin in Passeier

St. Martin i. Passeier

Die Gemeinde St. Martin in Passeier liegt im Herzen des Passeiertales und wartet mit zahlreichen Wandermöglichkeiten auf.

Quellenhof

Der Ortsteil Quellenhof ist bekannt für seine großen und gehobenen Hotelanlagen.

Radweg Passeier

Fahrradweg Passeiertal. Rund 20 km lang von Meran ins Passeiertal führt der naturnahe und gut ausgebaute, familienfreundliche Radweg entlang dem Fluss Passer vorbei an einer ortstypischen Landschaft inmitten von Obstgärten.

St. Martin ist eine der drei Passeirer Gemeinden; sie zählt heute etwa 3200 Einwohner – und umfasst auf einer Fläche von 30,5 Quadratkilometern verschiedene Fraktionen: Das südlich gelegene Saltaus ist vom Hauptort rund sieben Kilometer entfernt; hier finden sich die Talstation der Hirzer-Seilbahn und der Schildhof Saltaus. Quellenhof ist von zwei großen Hotelanlagen der gehobenen Klasse samt Vier-Loch-Golfplatz geprägt. Kalmtal besteht aus mehreren Weilern (Kalbe, Abl, Tschagg, Schupfe, Unter- und Oberbach, Steinwandt und Grube; Magdfeld liegt noch am Gemeindegebiet von Riffian) und etwa 50 Wohnhäusern. Hinzu kommen noch mehrere Fraktionen in höheren Lagen (über 1000 Meter): Breiteben, Flon und Ried sowie Christl und Matatz, die direkt am Meraner Höhenweg liegen.

St. Martin in Passeier weist neben vielen Naturdenkmälern insgesamt 33 Baudenkmäler (Sakralbauten, Wohnhäuser, Bauernhöfe, Adelsansitze usw.) auf, die in das entsprechende Landesverzeichnis eingetragen sind. Zum einen sind dies sieben der elf Passeirer Schildhöfe: Baumkirch, Haupold, Kalmbauer, Ober-Gereuth, Saltaus, Steinhaus und Unter-Pseirer. Zum anderen sind es verschiedene sakrale Bauten, etwa die Dreifaltigkeitskapelle in Saltaus, die Heilig-Grab-Kapelle im Dorf, die Magnus-Kapelle in Breiteben, die Wald-Kapelle in Ausserbruck sowie die Eder-Kapelle – und nicht zuletzt die Pfarrkirche zum Heiligen Martin (mit Friedhof und Kapelle): Diese stammt aus dem 12. Jhd. und hat der umliegend entstehenden Siedlung, dem heutigen Dorf St. Martin, den Namen gegeben. Im Innen befinden sich schöne Barockaltäre, die von Künstlern der Passeirer Malerschule geschaffen wurden.

Tipp

Gut geplant ist sicher gewandert:

Abstiegs- oder auch Zustiegsmöglichkeit zum Meraner Höhenweg.

In der Gemeinde St. Martin im Passeiertal liegt der Einstieg zum Meraner Höhenweg beim Krusterhof in Matatz.

Natürlich können immer auch die Einstiegsmöglichkeiten in den Nachbarorten mit in Betracht gezogen werden.

Sie erreichen die Ausgangspunkte auch mit einem Wandertaxi.

Gute Tipps bekommen sie sicher auch von ihrem Gastgeber!

Passeirer Malerschule

Unter „Passeirer Malerschule“ versteht man eine Kunstschule für barocke Fresken- und Fassadenmalerei. Im „Malerhaus“, das heute noch mit seiner besonderen Fassadenmalerei beeindruckt, schufen die Maler und Bildhauer zwischen 1719 bis 1845 umfangreiche Arbeiten. Die Idee für diese ländliche Werkstätte hatte Kurat Michael Winnebacher aus Moos, der den Bildhauer Johann Pichler besonders förderte – und diesem und dem Maler Nikolaus Auer sowie dem Bildhauer Anton Frener sein Elternhaus in St. Martin („Mairhof am Anger“) anbot, um eine Ausbildungsstätte für angehende Künstler aufzubauen. Nikolaus Auer und seine Söhne wurden zu wichtigen Vertreter dieser Werkstatt. Auch Josef Haller hat seine künstlerische Karriere in St. Martin begonnen – er wurde zu einem der anerkanntesten Rokkoko-Maler Tirols (seine farbenfrohen Fresken finden sich beispielsweise in der Ridnauner Pfarrkirche und in Neustift im Stubaital). Als weiterer bedeutender Vertreter gilt Johann Evangelist Holzer, der vor allem im süddeutschen Raum eindrucksvolle Fresken geschaffen hat. Der „Malerschule“ gehörten noch weitere Bildhauer an, beispielsweise Nikolaus Scheiring und Johann Perger.

Mehr Informationen (www.passeier.it)

Hirzer-Seilbahn

Hirzer Gipfelkreuz

Hirzer Gipfelkreuz mit Blick nach Meran

Wegtafel Hirzerhütte

Wandern im Hirzergebiet

Kuh

Kühe sind in Südtirols Bergen allgegenwärtig

Mit 2781 Metern ist der Hirzer der höchste Punkt der Sarntaler Alpen. Von Passeier, genauer gesagt vom malerischen Ort Saltaus, ist das Gebiet durch die Hirzer-Seilbahn erschlossen. Mit dieser können 1490 Höhenmeter in nur wenigen Minuten bewältigt werden. Von der Talstation (490 Meter) geht es zur Mittelstation Prenn (1404 Meter), die sich als Ausgangs- und Endpunkt für viele Almwanderungen am sonnenreichen Hirzer-Hochplateau eignet – bereits mit bestem Blick auf das Meraner Becken und die Seitentäler sowie die umliegenden Bergspitzen. Man kann aber auch mit der Seilbahn weiter zur Bergstation Klammeben (1980 Meter) fahren, die ganz in der Nähe der Hirzer-Hütte liegt. Hier locken verschiedene hochalpine Wanderungen und Touren. Es kann aber auch, ohne große Schwierigkeiten, die Hirzer-Spitze erklommen werden. 1974 ist die Seilbahn zum damaligen „Ski- und Wandergebiet“ eröffnet worden – zehn Jahre später wurden der Sommer- und der Winterbetrieb eingestellt. Seit 1989 fahren die vier Seilbahn-Kabinen wieder.

Mehr Informationen (www.hirzer.info)

Passeirer Schildhöfeweg

Die elf charakteristischen Schildhöfe in Passeier sind ‚wehrhafte Bauernhäuser‘ mit Sonderstellung, die ins 13. Jhd. zurückgehen und vom Landadel bewohnt wurden. Der leicht begehbare Passeirer Schildhöfeweg führt an einigen dieser teilweise burgartigen Ansitzen in Vorderpasseier vorbei: Die Wanderroute beginnt in Saltaus beim gleichnamigen Schildhof mitten in der Ortschaft – weiter geht es über den alten Talweg in Richtung des Schildhofes Haupold und dann durch den Wald in Richtung Quellenhof bis zum Schildhof Granstein. Am Weg werden verschiedene Themenbereiche erklärt: „Die Kastanienhaine“, „Der Wald“, „Kardinal Haller“ (der 1825 geborene Johannes Evangelist Haller zu Saltaus war Provikar von Trient sowie Kardinal und Fürsterzbischof von Salzburg) sowie „Das Gericht Passeier“. Über den Passerdamm führt der Schildhöfeweg vorbei an zahlreichen Ratsplätzen und Aussichtspunkten dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Gehzeit beträgt ungefähr zweieinhalb Stunden.

Mehr Informationen (www.passeier.it)

Radweg Passeier

Radweg Passeier

Fahrradweg Passeiertal. Rund 20 km lang von Meran ins Passeiertal führt der naturnahe und gut ausgebaute, familienfreundliche Radweg entlang dem Fluss Passer vorbei an einer ortstypischen Landschaft inmitten von Obstgärten.

Von der Kurstadt Meran (325 Meter) bis St. Leonhard in Passeier (689 Meter) verläuft der familienfreundliche Passeirer Radweg – immer entlang der Passer, die mehrmals überquert wird. Die Strecke verläuft weitgehend eben; sie ist – mit Ausnahme des ersten kurzen asphaltierten Teilstückes ab Meran – geschottert. Der meist naturbelassene Weg, der auch von Wanderern (und teilweise von Reitern) benutzt wird, ist rund 20 Kilometer lang – die Orte des Passeiertales werden nicht direkt durchquert, sind aber leicht erreichbar (nur Kuens und Riffian liegen etwas über dem Niveau des Radweges). Die Route ab Meran führt erst in die Naherholungszone Lazag und zur Sportzone Riffian, dann bei Saltaus unterhalb der Hirzer-Seilbahn und in Quellenhof neben dem Golfplatz vorbei zur Sportzone von St. Martin in Passeier. An der Strecke in Richtung St. Leonhard liegt auch der „Sandhof“, das Geburtshaus von Andreas Hofer. Ganz sportliche Radfahrer können ab St. Leonhard noch den Jaufenpass auf 2097 Metern (19,6 Kilometer, 1340 Höhenmeter – max. Steigung 12 Prozent) oder das Timmelsjoch auf 2509 Metern (28,7 Kilometer, 1742 Höhenmeter – max. Steigung 14 Prozent) bezwingen.

Mehr Informationen (www.bikemeran.it)