Weg Nr. 24
Weg Nr. 24

Niveauvolles Wandern für jede Geschmacksrichtung

Wanderstöcke entlasten nicht nur die Kniegelenke

Wandern im Hochgebirge mit geeigneten Hilfsmitteln

Vom gemütlichen Spazierengehen auf Waalwegen bis zu alpinen Hochtouren oberhalb der 3.000-Meter-Grenze können sogar Familien mit und ohne Kinder die breite Palette gepflegter und markierter Wanderwege nutzen.

Atemberaubende Tiefblicke in der Texelgruppe und die Einkehrvielfalt in Almen, Hütten und Jausenstationen machen selbst lange Touren auf dem Meraner Höhenweg zu einem spannenden und unvergesslichen Erlebnis.

Für die Bergsteiger stellt die Texelgruppe die hochalpine Schatzkammer dar. Bei einem Blick auf die Landkarte fällt es nicht schwer, die Umrisse zu erkennen: Vom Eisjöchl, dem Bindeglied zum Hauptkamm der Ötztaler Alpen, fassen Pfossen-, Schnals- und Etschtal die Gruppe im Westen und Süden ein, während das Pfelderer- und das Passeiertal die Grenzlinien im Norden und Osten ziehen. Nüchtern denkende Menschen bezeichnen die Form der Texelgruppe als Trapez, phantasievollere – oder romantischere – Naturen sehen dort ein Herz. Da wir schon bei den Formen sind: Die höchsten Gipfel, von der Mutspitze über Tschigot, Lodner und Hohe Weiße bis zur Zielspitze, gruppieren sich hufeisenförmig um das Zieltal, durch welches der Zielbach über mehrere Steilstufen zur Etsch bei Partschins hinunterdonnert. Seit 1976 muss man die geographische Texelgruppe übrigens vom „Naturpark Texelgruppe“ unterscheiden, der im Norden die Südabdachung des Ötztaler Hauptkamms einschließt, also bis zur italienisch - österreichischen Staatsgrenze reicht.

Diese Berge waren bereits in der Kartographie von Warmund Igl im Jahre 1604 als „Mons Tirolisch Alben“ erwähnt; in Merians Topographia von 1649 und im großen Atlas von J. B. Homann (1735) wird die Bezeichnung „Tyrolis Alpen“ genannt, auch in der sehr seltenen Karte „Tyrolis pars meridionalis a Josepho de Spergs“ von 1762 kommt der Name vor. Erst viel später wurde die Bezeichnung Texelgruppe eingeführt.

In jener Zeit, als in ganz Europa die Alpenvereine gegründet wurden, entwickelte sich in kleinen Schritten der alpine Tourismus.  Mit der besonderen Unterstützung durch Franz Senn - damals Kurat in Vent – gründeten auch hier die Bergsteiger Alpenvereinssektionen und errichteten die ersten Hütten. Die Texelgruppe blieb von dieser Erschließung für längere Zeit verschont. Die stark vergletscherten Gipfel der Ötztaler Alpen stellten die Texelgruppe deutlich in den Schatten, obwohl auch hier sechzehn Dreitausender und eine Reihe lohnender Gipfeln knapp unter dieser Höhenmarke lockten. Vor rund hundert Jahren ließ dann aber die Alpenvereinssektion Meran im obersten Zieltal, im Herzen der Texelgruppe, die Lodnerhütte (2.259 m) erbauen, und daraufhin besuchten von Jahr zu Jahr mehr Bergsteiger die eleganten und aussichtsreichen Gipfel.

Prof. Eugen Guido Lammer (1863 – 1945), der bedeutende Wiener Alpinist, gilt als wichtigster Erschließer der Texelgruppe. In akribischer Kleinarbeit hat er den Großteil der Ersteigungsgeschichte zusammengetragen und in der Arbeit „Die Texelgruppe“ verfasst, die 1901 und 1902 in der Zeitschrift des DöAV veröffentlicht wurde.