Tschigat

Details zur Tour
Gehzeit 8,5 h
Strecke 17,614 km
Aufstieg 1624 m
Abstieg 1624 m
max hm 3003 m
Beste Zeit Juni bis September

Der Tschigat, oder Tschigot, wie ihn die Einheimischen nennen ist der markanteste 3000er der Texelgruppe. Auch trainierte und schwindelfreie Bergsteiger sollen diese Tour wegen ihrer Länge nicht unterschätzen. Der Ostkamin kann in leichter Kletterei (I. Und II. Schwierigkeitsgrad) überwunden werden.

Der Tschigat ist ein auffallender Gipfel, der nordwestlich von Meran in der Texelgruppe liegt. Seinen markanten pyramidenförmigen Aufbau kennen wir als Motiv der verschiedenen Postkartenmotive, die den schneebedeckten Tschigat in Verbindung mit sanften Magnolienblüten und dem Meraner Kurhaus darstellen. Übrigens: Der Kilimandscharo-Erstbesteiger und Alpinschriftsteller Ludwig Purtscheller stand im Jahre 1893 als erster Mensch am Gipfel des Tschigats.
Nachdem wir uns mit den Wetterprognosen vertraut gemacht haben, fahren wir von Mitterplars (bei Algund) mit dem Sessel- und Korblift zur Leiteralm (1522 m), die direkt am Meraner Höhenweg liegt. Wir wandern in westliche Richtung, folgen der Markierung Nr. 24, bis wir nach 1.30 h das Hochganghaus (1839 m) erreichen. Ab dem Hochganghaus folgen wir dem Steig Nr 7, zuerst mäßig durch ein kurzes Waldstück, dann steil über Grashänge und felsigem Gelände (mit Ketten gesichert) bis zum Hochgang (2455 m - etwa 1:30 h ab dem Schutzhaus), Weiter auf Steig 7, zuerst flach und leicht ansteigend nordwärts zur Weggabel (ca. 2460 m), links auf Pfad 7 der uns zu den Milchseen (2540 m) bringt. Nun folgen wir der Punktmarkierung, am westlichen See vorbei und ständig ansteigend durch gutes Blockwerk bis zu den Felsen (etwa 2800 m). Nun beginnt der technisch anspruchsvollere Teil der Tour: in leichter Kletterei (I. – II. Grad) zuerst links der Rinne und später in derselben empor und immer der Markierung folgend in der Rinne bis zur Gipfelscharte. Hier steigen wir noch ein kurzes einfaches Stück über den Ostgrat zum Gipfel in 3003 m Höhe.
Hier sollten wir innehalten und den Tiefblick wirken lassen. Das Gipfelglück lässt die Mühen des 3.30 stündigen Aufstiegs (ab dem Hochganghaus) schwinden.

Empfohlener Abstieg (für ausdauernde Geher): Vom Gipfel der Markierung folgend zuerst kurz ostwärts hinunter, dann scharf links und die steile Nordflanke querend hinunter zu einer sehr scharfen Felsverschneidung, an der Verankerungskette etwa 20 Meter steil hinunter (Ungeübte anseilen!), anschließend in leichter Kletterei an die 30 Meter gerade hinauf in eine schmale Scharte und von da ein Stück auf leicht ausgesetztem Steig in der Westflanke und dann großteils über griffigen Fels am Nordwestgrat der Markierung folgen und hinunter zum Halsljoch (2808 m; ab Gipfel etwa 0:45 Std.). Dem Wegweiser “Biwakschachtel” folgen und dann der Markierung 7 folgen. Zunächst auf gutem Steig, dann meist weglos über Granitblöcke (vorsicht bei Schneeresten) die Hänge querend hinüber zur Milchseescharte (2707 m, Guido-Lammer-Biwak; ab Halsljoch 1 Std.), mit Sicherungsketten über steilen Fels und dann über alpinem Steig in Serpentinen zu den Milchseen absteigen. Hier schließt sich der Kreis um den Tschigat. Wie im Aufstieg über das Hochganghaus zurück zur Leiteralm, ab Milchseescharte 3 Std.