Mutspitze – ein Gipfelziel hoch über dem Meraner Talkessel
Die Mutspitze ist ein schönes Gipfelziel, das man direkt vom Meraner Höhenweg noch “mitnehmen” kann. Der Anstieg ist technisch leicht, verlangt allerdings etwas Trittsicherheit und Kondition.
Die Mutspitze steht wie ein Dorn als südöstlichster Gipfel der Texelgruppe hervor und kann über mehrere Aufstiege erreicht werden. Mit der Seilbahn schweben wir zur Bergstation Hochmut (1423 m), einem der Muthöfe (Hochmut, Mittermut, Talbauer und Untermut), die vor einigen Jahren nur über Saumpfade und später mit Materialseilbahnen erschlossen waren. Damals stellten die extrem steilen Bergwiesen die Lebensgrundlage für die hier ansässigen Bauern dar. Heute sind die Höfe durch die Seilbahn “Hochmuth” und einen neuen Fahrweg erreichbar.
Wir beginnen unsere Tour direkt am Meraner Höhenweg beim Gasthof Hochmuth und folgen dem Weg Nr. 22 bis zum Gasthof Mutkopf auf 1664 m
Beim Aufstieg über die steilen Hänge öffnet sich der Blick in den Vinschgau, in das Etschtal und hinaus über den Tschöggelberg. Der Weg führt nun durch den Wald bis zum Gasthof Mutkopf (1684 m) und über steilere Serpentinen bis zum Mutkamm. Ab hier, bis zum Gipfelaufbau wird der Weg technisch etwas anspruchsvoller. Nach kurzer leichter Kletterei über Felsblöcke erreichen wir das Gipfelkreuz auf 2294 m. Tief unter uns liegen das Stammschloss der Tiroler Landesfürsten, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff und die nahe gelegenen Gipfel der Texelgruppe.
Der Abstieg erfolgt bis zum Muteck über den gleichen Weg. Wenn die Kraft in den Beinen und die Ausdauer noch reichen, können wir über angenehme Serpentinen über das Tiroler Kreuz nach Tirol absteigen (Mark. 23 und 23b).